Zusammenfassung
Hintergrund
Patienten mit bösartigen Tumoren, die einer Strahlentherapie zugeführt werden, haben bereits primär häufig einen deutlich reduzierten Ernährungszustand. Dies kann tumor-, patienten- und therapiebedingt sein.
Material und Methoden
Darstellung der Ursachen der Malnutrition, insbesondere hinsichtlich der Strahlentherapie und Radiochemotherapie, und möglicher Therapieoptionen mit Hilfe von Literaturdaten sowie der Einbeziehung der aktuellen Leitlinien.
Ergebnisse
Insbesondere bei Patienten mit Tumoren der Kopf-Hals-Region und der Speiseröhre kommt es durch die Strahlentherapie/Radiochemotherapie zu einer Entzündung der Schleimhäute, einer Reduktion des Speichelflusses und einem Verlust der Geschmacksempfindung mit konsekutiver Dysphagie und Reduktion der Nahrungsaufnahme. Langfristig kann bei diesen Patienten eine Dysphagie durch eine Fibrose der Schluckmuskulatur ausgelöst werden; hinzu kommen Xerostomie und eine Verschlechterung des Zahnstatus. Durch verschiedene Methoden der Ernährungsbehandlung, diätetische Beratung, enterale Ernährung über Sonden, insbesondere der PEG, konnte in randomisierten Studien gezeigt werden, dass damit eine Verbesserung des Ernährungstatus und der Lebensqualität der Patienten erreicht werden kann. Die Patienten sollten bereits prätherapeutisch eine individuelle Ernährungsberatung erhalten; bei Bedarf sollte eine Sondenernährung zusätzlich erfolgen. Medikamentöse Maßnahmen zur Behandlung von Ernährungsstörungen während der Strahlentherapie haben sich in den letzten Jahren nicht durchgesetzt.
Schlussfolgerung
Durch eine konsequente Ernährungsberatung, der Verfügbarkeit enteraler Ernährung, der Verwendung von Sonden, insbesondere der PEG, können der Ernährungsstatus und die Lebensqualität von Tumorpatienten in der Regel während einer Strahlentherapie aufrechterhalten oder sogar verbessert werden.
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